Hans Sagan ist ein fiktiver, in der Sage überlieferter Schuhmachergeselle, der durch seine Tapferkeit die Schlacht bei Rudau in den Litauerkriegen im Jahr 1370 zugunsten des Deutschen Ordens entschieden haben soll. Dafür sei er von Kaiser Karl IV. (oder vom Hochmeister des Deutschen Ordens) zum Altgesellen befördert und geadelt worden. Er ist Hauptfigur der Sage Der blaue Ärmel in den Deutschen Sagen des Ludwig Bechstein und eine der Hauptpersonen in der dramatischen Dichtung Die Schlacht von Rudau von Agnes Miegel.

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  • Hans Sagan ist ein fiktiver, in der Sage überlieferter Schuhmachergeselle, der durch seine Tapferkeit die Schlacht bei Rudau in den Litauerkriegen im Jahr 1370 zugunsten des Deutschen Ordens entschieden haben soll. Dafür sei er von Kaiser Karl IV. (oder vom Hochmeister des Deutschen Ordens) zum Altgesellen befördert und geadelt worden. Er ist Hauptfigur der Sage Der blaue Ärmel in den Deutschen Sagen des Ludwig Bechstein und eine der Hauptpersonen in der dramatischen Dichtung Die Schlacht von Rudau von Agnes Miegel. Verknüpft wird diese Geschichte auch mit der Gründung einer traditionellen festlichen Abendmahlzeit in Königsberg, dem sogenannten „Schmeckebier“. Im Rosenwinkel von Königsbergs Kneiphof befand sich ein nachweislich bereits 1614 erneuertes Gemälde, welches die Schlacht bei Rudau und insbesondere Hans von Sagan darstellte. Dazu ergänzend existierte eine Tafel mit einem die Taten und Ehrung Sagans verherrlichendem Text: „Ob wol der Orden das Preussenlandvertreten hat ist fast bekandt,denn da der Pohl das land drang hartvom Orden es beschützet wardund ob der Pohl nam überhandt,der orden schon zur flucht sich wandthat doch erwischt die Kneiphöffische Fahn,Ein Schuchknecht gar ein streitbar Mann,Daher das glück und Sieg zuhandtAuffs Ordens seit sich hat gewandt.Deswegen Gott zu dancken istund Hans von Sagen zu der frist,der von der hohen Obrigkeitdas Smeckbier begehrt zu ewiger Zeitauf himmelfart zu besonder ehr,Stadt Kneiphoff sonst keiner mehrsolches mann bey mann soll tricken ausmit fried auff den Fürstlichen haussund obs bisher was ist verschobenist es darum nicht gar aufgehobenwenn dann mit gut und blut verfechtdie alten ihre Freiheit und rechtund solches haben mit grosser machtauff ihre Posteritet gebrachtist ihnen zu ehren aufgerichtdurchs malers Kunst diese geschichtdamit zu ewiger dankbarkeitihr mänlich that wird ausgebreitund ihr nachkommen gleicher weißtrachten nach tugendt ehrend preiß. Renoviret 1614“ Später wurde Hans von Sagan zu Ehren ebenfalls im Kneiphof ein Denkmal gesetzt. Dieses wurde als so unästhetisch erachtet, dass es noch in den 1930er Jahren ein geflügeltes Wort gab, nach dem jemand „hässlich wie Hans von Sagan“ sei. Ein weiteres Standbild von Carl Steinhäuser ist am Hans-Sachs-Haus in Bremen zu finden. In Königsberg gab es eine Hans-Sagan-Straße, die die Stresemannstraße mit der Samitter Allee verband. In den Zunftlegenden der Schuhmacher wird mit dieser Sage die Tatsache begründet, dass ihr Zunftzeichen in Deutschland nicht ein typisches Werkzeug des Handwerks oder das Produkt als Symbol trägt, sondern den doppelköpfigen Reichsadler. Wie der Meistersinger Hans Sachs, der Mystiker Jakob Böhme und der Heilige Crispinus von Viterbo gehört Hans von Sagan zu den historischen Identifikationsfiguren des Berufsstandes. (de)
  • Hans Sagan ist ein fiktiver, in der Sage überlieferter Schuhmachergeselle, der durch seine Tapferkeit die Schlacht bei Rudau in den Litauerkriegen im Jahr 1370 zugunsten des Deutschen Ordens entschieden haben soll. Dafür sei er von Kaiser Karl IV. (oder vom Hochmeister des Deutschen Ordens) zum Altgesellen befördert und geadelt worden. Er ist Hauptfigur der Sage Der blaue Ärmel in den Deutschen Sagen des Ludwig Bechstein und eine der Hauptpersonen in der dramatischen Dichtung Die Schlacht von Rudau von Agnes Miegel. Verknüpft wird diese Geschichte auch mit der Gründung einer traditionellen festlichen Abendmahlzeit in Königsberg, dem sogenannten „Schmeckebier“. Im Rosenwinkel von Königsbergs Kneiphof befand sich ein nachweislich bereits 1614 erneuertes Gemälde, welches die Schlacht bei Rudau und insbesondere Hans von Sagan darstellte. Dazu ergänzend existierte eine Tafel mit einem die Taten und Ehrung Sagans verherrlichendem Text: „Ob wol der Orden das Preussenlandvertreten hat ist fast bekandt,denn da der Pohl das land drang hartvom Orden es beschützet wardund ob der Pohl nam überhandt,der orden schon zur flucht sich wandthat doch erwischt die Kneiphöffische Fahn,Ein Schuchknecht gar ein streitbar Mann,Daher das glück und Sieg zuhandtAuffs Ordens seit sich hat gewandt.Deswegen Gott zu dancken istund Hans von Sagen zu der frist,der von der hohen Obrigkeitdas Smeckbier begehrt zu ewiger Zeitauf himmelfart zu besonder ehr,Stadt Kneiphoff sonst keiner mehrsolches mann bey mann soll tricken ausmit fried auff den Fürstlichen haussund obs bisher was ist verschobenist es darum nicht gar aufgehobenwenn dann mit gut und blut verfechtdie alten ihre Freiheit und rechtund solches haben mit grosser machtauff ihre Posteritet gebrachtist ihnen zu ehren aufgerichtdurchs malers Kunst diese geschichtdamit zu ewiger dankbarkeitihr mänlich that wird ausgebreitund ihr nachkommen gleicher weißtrachten nach tugendt ehrend preiß. Renoviret 1614“ Später wurde Hans von Sagan zu Ehren ebenfalls im Kneiphof ein Denkmal gesetzt. Dieses wurde als so unästhetisch erachtet, dass es noch in den 1930er Jahren ein geflügeltes Wort gab, nach dem jemand „hässlich wie Hans von Sagan“ sei. Ein weiteres Standbild von Carl Steinhäuser ist am Hans-Sachs-Haus in Bremen zu finden. In Königsberg gab es eine Hans-Sagan-Straße, die die Stresemannstraße mit der Samitter Allee verband. In den Zunftlegenden der Schuhmacher wird mit dieser Sage die Tatsache begründet, dass ihr Zunftzeichen in Deutschland nicht ein typisches Werkzeug des Handwerks oder das Produkt als Symbol trägt, sondern den doppelköpfigen Reichsadler. Wie der Meistersinger Hans Sachs, der Mystiker Jakob Böhme und der Heilige Crispinus von Viterbo gehört Hans von Sagan zu den historischen Identifikationsfiguren des Berufsstandes. (de)
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  • Hans Sagan ist ein fiktiver, in der Sage überlieferter Schuhmachergeselle, der durch seine Tapferkeit die Schlacht bei Rudau in den Litauerkriegen im Jahr 1370 zugunsten des Deutschen Ordens entschieden haben soll. Dafür sei er von Kaiser Karl IV. (oder vom Hochmeister des Deutschen Ordens) zum Altgesellen befördert und geadelt worden. Er ist Hauptfigur der Sage Der blaue Ärmel in den Deutschen Sagen des Ludwig Bechstein und eine der Hauptpersonen in der dramatischen Dichtung Die Schlacht von Rudau von Agnes Miegel. (de)
  • Hans Sagan ist ein fiktiver, in der Sage überlieferter Schuhmachergeselle, der durch seine Tapferkeit die Schlacht bei Rudau in den Litauerkriegen im Jahr 1370 zugunsten des Deutschen Ordens entschieden haben soll. Dafür sei er von Kaiser Karl IV. (oder vom Hochmeister des Deutschen Ordens) zum Altgesellen befördert und geadelt worden. Er ist Hauptfigur der Sage Der blaue Ärmel in den Deutschen Sagen des Ludwig Bechstein und eine der Hauptpersonen in der dramatischen Dichtung Die Schlacht von Rudau von Agnes Miegel. (de)
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