Der Vertrag über eine Verfassung für Europa (VVE) war ein 2004 unterzeichneter, aber nicht in Kraft getretener völkerrechtlicher Vertrag, durch den das politische System der Europäischen Union reformiert werden sollte. Insbesondere sollte er der Europäischen Union eine einheitliche Struktur und Rechtspersönlichkeit geben und die bis dahin gültigen Grundlagenverträge (vor allem EU-, EG- und Euratom-Vertrag) ablösen; die bisherige formale Unterteilung in EU und EG sollte entfallen. Gegenüber dem bisher gültigen Vertrag von Nizza sollte die EU zusätzliche Kompetenzen erhalten, außerdem sollte ihr institutionelles Gefüge geändert werden, um sie demokratischer und handlungsfähiger zu machen.

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  • Der Vertrag über eine Verfassung für Europa (VVE) war ein 2004 unterzeichneter, aber nicht in Kraft getretener völkerrechtlicher Vertrag, durch den das politische System der Europäischen Union reformiert werden sollte. Insbesondere sollte er der Europäischen Union eine einheitliche Struktur und Rechtspersönlichkeit geben und die bis dahin gültigen Grundlagenverträge (vor allem EU-, EG- und Euratom-Vertrag) ablösen; die bisherige formale Unterteilung in EU und EG sollte entfallen. Gegenüber dem bisher gültigen Vertrag von Nizza sollte die EU zusätzliche Kompetenzen erhalten, außerdem sollte ihr institutionelles Gefüge geändert werden, um sie demokratischer und handlungsfähiger zu machen. Der Entwurf eines EU-Verfassungsvertrags wurde 2003 von einem Europäischen Konvent erarbeitet und am 29. Oktober 2004 in Rom feierlich von den Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten unterzeichnet. Er sollte ursprünglich am 1. November 2006 in Kraft treten. Da jedoch nach gescheiterten Referenden in Frankreich und den Niederlanden nicht alle Mitgliedstaaten den Vertrag ratifizierten, erlangte er keine Rechtskraft. Stattdessen schlossen im Dezember 2007 die europäischen Staats- und Regierungschefs unter portugiesischer Ratspräsidentschaft den Vertrag von Lissabon ab, der am 1. Dezember 2009 in Kraft trat. Ein erneutes Referendum im Zuge dessen fand nicht statt. (de)
  • Der Vertrag über eine Verfassung für Europa (VVE) war ein 2004 unterzeichneter, aber nicht in Kraft getretener völkerrechtlicher Vertrag, durch den das politische System der Europäischen Union reformiert werden sollte. Insbesondere sollte er der Europäischen Union eine einheitliche Struktur und Rechtspersönlichkeit geben und die bis dahin gültigen Grundlagenverträge (vor allem EU-, EG- und Euratom-Vertrag) ablösen; die bisherige formale Unterteilung in EU und EG sollte entfallen. Gegenüber dem bisher gültigen Vertrag von Nizza sollte die EU zusätzliche Kompetenzen erhalten, außerdem sollte ihr institutionelles Gefüge geändert werden, um sie demokratischer und handlungsfähiger zu machen. Der Entwurf eines EU-Verfassungsvertrags wurde 2003 von einem Europäischen Konvent erarbeitet und am 29. Oktober 2004 in Rom feierlich von den Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten unterzeichnet. Er sollte ursprünglich am 1. November 2006 in Kraft treten. Da jedoch nach gescheiterten Referenden in Frankreich und den Niederlanden nicht alle Mitgliedstaaten den Vertrag ratifizierten, erlangte er keine Rechtskraft. Stattdessen schlossen im Dezember 2007 die europäischen Staats- und Regierungschefs unter portugiesischer Ratspräsidentschaft den Vertrag von Lissabon ab, der am 1. Dezember 2009 in Kraft trat. Ein erneutes Referendum im Zuge dessen fand nicht statt. (de)
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  • 978-3-8329-1090-7
  • 978-3-9500616-7-3
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  • Europäischer Verfassungsvertrag (de)
  • Der Verfassungsentwurf des Europäischen Konvents: Verfassungsrechtliche Grundstrukturen und wirtschaftsverfassungsrechtliche Konzepte (de)
  • Die Verfassungsentwürfe zur Gründung einer Europäischen Union (de)
  • Aus der Traum? Der lange Weg zur EU-Verfassung (de)
  • Die europäische Verfassung. Analyse und Bewertung ihrer Strukturentscheidungen. (de)
  • Die Europäische Verfassung in der Analyse (de)
  • Eine Verfassung für Europa (de)
  • Eine Verfassung für Europa mit 25 Mitgliedstaaten. Vielfalt und Einheit zugleich (de)
  • Verfassung für Europa. Der Taschenkommentar für Bürgerinnen und Bürger (de)
  • Europäischer Verfassungsvertrag (de)
  • Der Verfassungsentwurf des Europäischen Konvents: Verfassungsrechtliche Grundstrukturen und wirtschaftsverfassungsrechtliche Konzepte (de)
  • Die Verfassungsentwürfe zur Gründung einer Europäischen Union (de)
  • Aus der Traum? Der lange Weg zur EU-Verfassung (de)
  • Die europäische Verfassung. Analyse und Bewertung ihrer Strukturentscheidungen. (de)
  • Die Europäische Verfassung in der Analyse (de)
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  • Eine Verfassung für Europa mit 25 Mitgliedstaaten. Vielfalt und Einheit zugleich (de)
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  • Carsten Berg, Georg Kristian Kampfer
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  • Christoph Vedder, Wolff Heintschel von Heinegg
  • Jürgen Schwarze
  • Manfred Zuleeg, Marjolaine Savat, Jean-Philippe Derosier
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  • Ausgabe 1923–2004, 1. elektronische Ausgabe [CD-ROM], 2006, ISBN 978-3-901924-22-4
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  • Baden-Baden
  • Bielefeld
  • Gütersloh
  • Marburg
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  • Dornbirn
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  • Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung
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  • Handkommentar
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  • Bertelsmann
  • Mohr Siebeck
  • Nomos
  • Tectum
  • BSA und Edition Europa
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