Triage ([triːˈɑːʒ], von frz. trier ‚sortieren‘), deutsche Bezeichnung auch Sichtung oder Einteilung, bezeichnet ein nicht gesetzlich kodifiziertes oder methodisch spezifiziertes Verfahren des Priorisierens medizinischer Hilfeleistung bei unerwartet hohem Aufkommen an Patienten und objektiv unzureichenden Ressourcen. Das Unterlassen medizinischer Hilfe ist formal unethisch, jedoch in diesem Fall unvermeidlich. Ohne Triage besteht die Gefahr einer politisch oder ideologisch motivierten Selektion.

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  • Triage ([triːˈɑːʒ], von frz. trier ‚sortieren‘), deutsche Bezeichnung auch Sichtung oder Einteilung, bezeichnet ein nicht gesetzlich kodifiziertes oder methodisch spezifiziertes Verfahren des Priorisierens medizinischer Hilfeleistung bei unerwartet hohem Aufkommen an Patienten und objektiv unzureichenden Ressourcen. Das Unterlassen medizinischer Hilfe ist formal unethisch, jedoch in diesem Fall unvermeidlich. Ohne Triage besteht die Gefahr einer politisch oder ideologisch motivierten Selektion. Es ist ein aus der Militärmedizin herrührender Begriff für die – ethisch schwierige – Aufgabe, etwa bei einem Massenanfall von Verletzten oder anderweitig Kranken darüber zu entscheiden, wie die knappen Mittel (personelle und materielle Ressourcen) auf sie aufzuteilen seien. Es handelt sich dabei um ein Stratifikationsverfahren vor erster Diagnose. Theoretische Modelle, die die Verteilung knapper Ressourcen thematisieren, werden auch unter dem Begriff der Allokation gefasst. Strukturierte Triage-Instrumente werden auch in Notaufnahmen eingesetzt, dort auch als Ersteinschätzung bezeichnet. (de)
  • Triage ([triːˈɑːʒ], von frz. trier ‚sortieren‘), deutsche Bezeichnung auch Sichtung oder Einteilung, bezeichnet ein nicht gesetzlich kodifiziertes oder methodisch spezifiziertes Verfahren des Priorisierens medizinischer Hilfeleistung bei unerwartet hohem Aufkommen an Patienten und objektiv unzureichenden Ressourcen. Das Unterlassen medizinischer Hilfe ist formal unethisch, jedoch in diesem Fall unvermeidlich. Ohne Triage besteht die Gefahr einer politisch oder ideologisch motivierten Selektion. Es ist ein aus der Militärmedizin herrührender Begriff für die – ethisch schwierige – Aufgabe, etwa bei einem Massenanfall von Verletzten oder anderweitig Kranken darüber zu entscheiden, wie die knappen Mittel (personelle und materielle Ressourcen) auf sie aufzuteilen seien. Es handelt sich dabei um ein Stratifikationsverfahren vor erster Diagnose. Theoretische Modelle, die die Verteilung knapper Ressourcen thematisieren, werden auch unter dem Begriff der Allokation gefasst. Strukturierte Triage-Instrumente werden auch in Notaufnahmen eingesetzt, dort auch als Ersteinschätzung bezeichnet. (de)
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  • Triage ([triːˈɑːʒ], von frz. trier ‚sortieren‘), deutsche Bezeichnung auch Sichtung oder Einteilung, bezeichnet ein nicht gesetzlich kodifiziertes oder methodisch spezifiziertes Verfahren des Priorisierens medizinischer Hilfeleistung bei unerwartet hohem Aufkommen an Patienten und objektiv unzureichenden Ressourcen. Das Unterlassen medizinischer Hilfe ist formal unethisch, jedoch in diesem Fall unvermeidlich. Ohne Triage besteht die Gefahr einer politisch oder ideologisch motivierten Selektion. (de)
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  • Triage (de)
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