Siegfried Prößdorf (* 2. Januar 1939 in Baldenhain in Thüringen; † 19. Juli 1998) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Analysis und numerischer Mathematik beschäftigte. Prößdorf machte 1957 in Ronneburg das Abitur und studierte dann an der Universität Leipzig und an der Universität Sankt Petersburg, wo er 1963 sein Diplom („summa cum laude“) machte und 1966 bei Solomon Grigorjewitsch Michlin promovierte. Danach war er wissenschaftlicher Assistent an der TU Chemnitz, wo er sich 1967 habilitierte (Eindimensionale singuläre Integralgleichungen und Faltungsgleichungen nicht normalen Typs in lokalkonvexen Räumen). 1969 wurde er dort ordentlicher Professor für Analysis. 1972 war er Gastprofessor am Mathematik-Institut der Akademie der Wissenschaften in Kischinew (heute Moldawien), wo er

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  • Siegfried Prößdorf (* 2. Januar 1939 in Baldenhain in Thüringen; † 19. Juli 1998) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Analysis und numerischer Mathematik beschäftigte. Prößdorf machte 1957 in Ronneburg das Abitur und studierte dann an der Universität Leipzig und an der Universität Sankt Petersburg, wo er 1963 sein Diplom („summa cum laude“) machte und 1966 bei Solomon Grigorjewitsch Michlin promovierte. Danach war er wissenschaftlicher Assistent an der TU Chemnitz, wo er sich 1967 habilitierte (Eindimensionale singuläre Integralgleichungen und Faltungsgleichungen nicht normalen Typs in lokalkonvexen Räumen). 1969 wurde er dort ordentlicher Professor für Analysis. 1972 war er Gastprofessor am Mathematik-Institut der Akademie der Wissenschaften in Kischinew (heute Moldawien), wo er Israel Gohberg traf. Ab 1975 bis 1984 war er Leiter der Abteilung Angewandte Analysis und Numerische Mathematik am Karl-Weierstraß-Institut der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin, wo er auch nach der Wende in den 1990er Jahren im nunmehrigen Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik war und die Forschungsgruppe Integralgleichungen und Pseudodifferentialgleichungen leitete. Prößdorf befasste sich mit Integralgleichungen, partiellen Differentialgleichungen (und Pseudodifferentialoperatoren), Operatorentheorie, Finite Elemente Methoden und Numerischer Analysis. 1980 erhielt er den Nationalpreis der DDR. Er übersetzte mehrere Bücher seines Lehrers Michlin ins Deutsche. (de)
  • Siegfried Prößdorf (* 2. Januar 1939 in Baldenhain in Thüringen; † 19. Juli 1998) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Analysis und numerischer Mathematik beschäftigte. Prößdorf machte 1957 in Ronneburg das Abitur und studierte dann an der Universität Leipzig und an der Universität Sankt Petersburg, wo er 1963 sein Diplom („summa cum laude“) machte und 1966 bei Solomon Grigorjewitsch Michlin promovierte. Danach war er wissenschaftlicher Assistent an der TU Chemnitz, wo er sich 1967 habilitierte (Eindimensionale singuläre Integralgleichungen und Faltungsgleichungen nicht normalen Typs in lokalkonvexen Räumen). 1969 wurde er dort ordentlicher Professor für Analysis. 1972 war er Gastprofessor am Mathematik-Institut der Akademie der Wissenschaften in Kischinew (heute Moldawien), wo er Israel Gohberg traf. Ab 1975 bis 1984 war er Leiter der Abteilung Angewandte Analysis und Numerische Mathematik am Karl-Weierstraß-Institut der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin, wo er auch nach der Wende in den 1990er Jahren im nunmehrigen Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik war und die Forschungsgruppe Integralgleichungen und Pseudodifferentialgleichungen leitete. Prößdorf befasste sich mit Integralgleichungen, partiellen Differentialgleichungen (und Pseudodifferentialoperatoren), Operatorentheorie, Finite Elemente Methoden und Numerischer Analysis. 1980 erhielt er den Nationalpreis der DDR. Er übersetzte mehrere Bücher seines Lehrers Michlin ins Deutsche. (de)
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  • Nachruf Siegfried Prössdorf * 2.1.1939 - † 19.7.1998 (de)
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  • Siegfried Prößdorf (* 2. Januar 1939 in Baldenhain in Thüringen; † 19. Juli 1998) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Analysis und numerischer Mathematik beschäftigte. Prößdorf machte 1957 in Ronneburg das Abitur und studierte dann an der Universität Leipzig und an der Universität Sankt Petersburg, wo er 1963 sein Diplom („summa cum laude“) machte und 1966 bei Solomon Grigorjewitsch Michlin promovierte. Danach war er wissenschaftlicher Assistent an der TU Chemnitz, wo er sich 1967 habilitierte (Eindimensionale singuläre Integralgleichungen und Faltungsgleichungen nicht normalen Typs in lokalkonvexen Räumen). 1969 wurde er dort ordentlicher Professor für Analysis. 1972 war er Gastprofessor am Mathematik-Institut der Akademie der Wissenschaften in Kischinew (heute Moldawien), wo er (de)
  • Siegfried Prößdorf (* 2. Januar 1939 in Baldenhain in Thüringen; † 19. Juli 1998) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Analysis und numerischer Mathematik beschäftigte. Prößdorf machte 1957 in Ronneburg das Abitur und studierte dann an der Universität Leipzig und an der Universität Sankt Petersburg, wo er 1963 sein Diplom („summa cum laude“) machte und 1966 bei Solomon Grigorjewitsch Michlin promovierte. Danach war er wissenschaftlicher Assistent an der TU Chemnitz, wo er sich 1967 habilitierte (Eindimensionale singuläre Integralgleichungen und Faltungsgleichungen nicht normalen Typs in lokalkonvexen Räumen). 1969 wurde er dort ordentlicher Professor für Analysis. 1972 war er Gastprofessor am Mathematik-Institut der Akademie der Wissenschaften in Kischinew (heute Moldawien), wo er (de)
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