Religionsethnologie ist ein Bereich der Ethnologie, der der Kulturethnologie zugeordnet wird.

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  • Religionsethnologie ist ein Bereich der Ethnologie, der der Kulturethnologie zugeordnet wird. Sie beschäftigt sich vornehmlich mit folgenden Fragen: Wie ist Religion in unterschiedlichen Gesellschaften in den Gesamtzusammenhang der Kultur eingebettet? Wie untersucht man Religion? Es geht dabei in der Regel nicht um theologisch-philosophische Wahrheitsdebatten, sondern es werden Fragen zur gesellschaftlichen und individuellen Relevanz religiöser Anschauungen, Handlungsweisen und Erzeugnisse zu beantworten versucht. Daher wird in der Forschung auch eher gelebte Religion beobachtet und weniger dozierte Religion ausgelegt. Da sie als Beobachter aber zu verstehen versucht, enthält sie sich bewusst eines wertenden Standpunkts. Als Begründer der Religionsethnologie gelten Edward Tylor, James Frazer und Émile Durkheim. Sie waren auch die ersten, die dabei den bewusstseinspsychologischen Aspekt in ihre religionsethnologischen Forschungen einbezogen haben. Einer der ersten, die den Begriff innerhalb von Buchtiteln angewandt haben, war Ferdinand Lipowsky. Das erste explizite Standardwerk dazu stammt von Carl August Schmitz. Spezifizierte Teilgebiete sind die Religions-Ethnographie, die Religions-Ethnohistorik.
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