Piano (ital. sanft, leise), abgekürzt p, ist in der Musik eine die Tonstärke (Dynamik) betreffende Vortragsbezeichnung und der Gegenpol zu forte (ital. stark, laut). Hiervon abgeleitete Bezeichnungen sind: Im Barock wurde piano oft auch gleichbedeutend mit Echo verwendet. Bei mehrmanualigen Tasteninstrumenten können durch forte und piano verschiedene Manuale gefordert werden (Terrassendynamik).

Property Value
dbo:abstract
  • Piano (ital. sanft, leise), abgekürzt p, ist in der Musik eine die Tonstärke (Dynamik) betreffende Vortragsbezeichnung und der Gegenpol zu forte (ital. stark, laut). Hiervon abgeleitete Bezeichnungen sind: * pianissimo (pp), sehr leise * pianopianissimo (ppp), äußerst leise * mezzopiano (mp), halbleise, ziemlich leise (etwas lauter als p) * fortepiano (fp), stark und sogleich wieder leise. Dagegen bedeutet pf nicht pianoforte, sondern poco forte (ein wenig stark), früher (z. B. bei Johann Wilhelm Häßler), schwächer als mezzoforte, heute meist „ziemlich stark“. Im Sinne von più forte (stärker) wird die Abkürzung pf eher nicht (bzw. nur selten) verwendet. Die Bezeichnung piano im Sinne einer Lautstärkenanweisung erscheint erstmals gegen Ende des 16. Jahrhunderts (z. B. in der Sonata pian' e forte von Giovanni Gabrieli, 1597). Im Verlauf der anschließenden Jahrhunderte wurde sie immer gebräuchlicher und um differenzierende Abstufungen (pp, ppp, s.o.) ergänzt. Ab dem 19. Jahrhundert wird in einzelnen Kompositionen gelegentlich auch vier- und fünffaches p vorgeschrieben. Ein Extrembeispiel stellt Tschaikowskis sechste Sinfonie dar, wo im ersten Satz am Ende der Exposition dem Solofagott ein sechsfaches p (pppppp) abverlangt wird. Im Barock wurde piano oft auch gleichbedeutend mit Echo verwendet. Bei mehrmanualigen Tasteninstrumenten können durch forte und piano verschiedene Manuale gefordert werden (Terrassendynamik). (de)
  • Piano (ital. sanft, leise), abgekürzt p, ist in der Musik eine die Tonstärke (Dynamik) betreffende Vortragsbezeichnung und der Gegenpol zu forte (ital. stark, laut). Hiervon abgeleitete Bezeichnungen sind: * pianissimo (pp), sehr leise * pianopianissimo (ppp), äußerst leise * mezzopiano (mp), halbleise, ziemlich leise (etwas lauter als p) * fortepiano (fp), stark und sogleich wieder leise. Dagegen bedeutet pf nicht pianoforte, sondern poco forte (ein wenig stark), früher (z. B. bei Johann Wilhelm Häßler), schwächer als mezzoforte, heute meist „ziemlich stark“. Im Sinne von più forte (stärker) wird die Abkürzung pf eher nicht (bzw. nur selten) verwendet. Die Bezeichnung piano im Sinne einer Lautstärkenanweisung erscheint erstmals gegen Ende des 16. Jahrhunderts (z. B. in der Sonata pian' e forte von Giovanni Gabrieli, 1597). Im Verlauf der anschließenden Jahrhunderte wurde sie immer gebräuchlicher und um differenzierende Abstufungen (pp, ppp, s.o.) ergänzt. Ab dem 19. Jahrhundert wird in einzelnen Kompositionen gelegentlich auch vier- und fünffaches p vorgeschrieben. Ein Extrembeispiel stellt Tschaikowskis sechste Sinfonie dar, wo im ersten Satz am Ende der Exposition dem Solofagott ein sechsfaches p (pppppp) abverlangt wird. Im Barock wurde piano oft auch gleichbedeutend mit Echo verwendet. Bei mehrmanualigen Tasteninstrumenten können durch forte und piano verschiedene Manuale gefordert werden (Terrassendynamik). (de)
dbo:author
dbo:isbn
  • 3-451-20948-9
dbo:originalTitle
  • Riemann Musik Lexikon (Sachteil) (de)
  • Das große Lexikon der Musik. Band 6 (de)
  • Hugo Riemanns Musiklexikon (de)
  • Riemann Musik Lexikon (Sachteil) (de)
  • Das große Lexikon der Musik. Band 6 (de)
  • Hugo Riemanns Musiklexikon (de)
dbo:wikiPageID
  • 8013617 (xsd:integer)
dbo:wikiPageRevisionID
  • 150326319 (xsd:integer)
prop-de:auflage
  • 11 (xsd:integer)
prop-de:herausgeber
prop-de:jahr
  • 1929 (xsd:integer)
  • 1967 (xsd:integer)
  • 1987 (xsd:integer)
prop-de:ort
  • Berlin
  • Freiburg im Breisgau
  • Mainz
dc:publisher
  • B.Schott’s Söhne
  • Herder
  • Max Hesses Verlag
dct:subject
bibo:pages
  • 732
  • 271
  • 1388
rdf:type
rdfs:comment
  • Piano (ital. sanft, leise), abgekürzt p, ist in der Musik eine die Tonstärke (Dynamik) betreffende Vortragsbezeichnung und der Gegenpol zu forte (ital. stark, laut). Hiervon abgeleitete Bezeichnungen sind: Im Barock wurde piano oft auch gleichbedeutend mit Echo verwendet. Bei mehrmanualigen Tasteninstrumenten können durch forte und piano verschiedene Manuale gefordert werden (Terrassendynamik). (de)
  • Piano (ital. sanft, leise), abgekürzt p, ist in der Musik eine die Tonstärke (Dynamik) betreffende Vortragsbezeichnung und der Gegenpol zu forte (ital. stark, laut). Hiervon abgeleitete Bezeichnungen sind: Im Barock wurde piano oft auch gleichbedeutend mit Echo verwendet. Bei mehrmanualigen Tasteninstrumenten können durch forte und piano verschiedene Manuale gefordert werden (Terrassendynamik). (de)
rdfs:label
  • Piano (Vortragsbezeichnung) (de)
  • Piano (Vortragsbezeichnung) (de)
owl:sameAs
prov:wasDerivedFrom
foaf:isPrimaryTopicOf
is dbo:wikiPageDisambiguates of
is dbo:wikiPageRedirects of
is foaf:primaryTopic of