Eine Mittelsteinzeit (wissenschaftlich Mesolithikum nach altgr. μέσος mésos „Mitte“ und λίθος líthos „Stein“) ist nur für das nacheiszeitliche Europa definiert. Auslöser waren die durch die Wiederbewaldung Mitteleuropas zu Beginn des Holozän etwa 9600 v. Chr. gesetzten neuen Lebensbedingungen. An die Stelle des verschwindenden Großwildes der Kältesteppen mussten die Menschen lernen, Standwild in den Wäldern zu jagen und die Fischerei zu verstärken.Die Mittelsteinzeit wurde beendet durch die Ausbreitung der erzeugenden Wirtschaftsweise (Ackerbau und Tierzucht) der Jungsteinzeit (des Neolithikums).

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  • Eine Mittelsteinzeit (wissenschaftlich Mesolithikum nach altgr. μέσος mésos „Mitte“ und λίθος líthos „Stein“) ist nur für das nacheiszeitliche Europa definiert. Auslöser waren die durch die Wiederbewaldung Mitteleuropas zu Beginn des Holozän etwa 9600 v. Chr. gesetzten neuen Lebensbedingungen. An die Stelle des verschwindenden Großwildes der Kältesteppen mussten die Menschen lernen, Standwild in den Wäldern zu jagen und die Fischerei zu verstärken.Die Mittelsteinzeit wurde beendet durch die Ausbreitung der erzeugenden Wirtschaftsweise (Ackerbau und Tierzucht) der Jungsteinzeit (des Neolithikums). Im mediterranen Raum wird neben dem Begriff „Mesolithikum“ viel häufiger der Begriff „Epipaläolithikum“ gebraucht. Während in Nordafrika das europäische Mesolithikum und das Jungpaläolithikum als „Epipaläolithikum“ zusammengefasst werden, taucht das Mesolithikum gelegentlich, dann aber spezifizierter in kombinierten Begriffen, wie dem „Khartoum-Mesolithikum“ auf. Für den Westen Anatoliens sind sowohl „Mesolithikum“ als auch „Epipaläolithikum“ geläufig. Bei räumlich übergreifenden Darstellungen wird der Begriff eher als Mittel der zeitlichen Einordnung genutzt, ohne dass sich ein Lebensstil dahinter verbirgt, der für Europa und wenige westasiatische Gebiete aufgrund ihrer ökologischen Bedingungen und dem Fortbestehen mancher Jäger-und-Sammler-Gesellschaften spezifisch war. (de)
  • Eine Mittelsteinzeit (wissenschaftlich Mesolithikum nach altgr. μέσος mésos „Mitte“ und λίθος líthos „Stein“) ist nur für das nacheiszeitliche Europa definiert. Auslöser waren die durch die Wiederbewaldung Mitteleuropas zu Beginn des Holozän etwa 9600 v. Chr. gesetzten neuen Lebensbedingungen. An die Stelle des verschwindenden Großwildes der Kältesteppen mussten die Menschen lernen, Standwild in den Wäldern zu jagen und die Fischerei zu verstärken.Die Mittelsteinzeit wurde beendet durch die Ausbreitung der erzeugenden Wirtschaftsweise (Ackerbau und Tierzucht) der Jungsteinzeit (des Neolithikums). Im mediterranen Raum wird neben dem Begriff „Mesolithikum“ viel häufiger der Begriff „Epipaläolithikum“ gebraucht. Während in Nordafrika das europäische Mesolithikum und das Jungpaläolithikum als „Epipaläolithikum“ zusammengefasst werden, taucht das Mesolithikum gelegentlich, dann aber spezifizierter in kombinierten Begriffen, wie dem „Khartoum-Mesolithikum“ auf. Für den Westen Anatoliens sind sowohl „Mesolithikum“ als auch „Epipaläolithikum“ geläufig. Bei räumlich übergreifenden Darstellungen wird der Begriff eher als Mittel der zeitlichen Einordnung genutzt, ohne dass sich ein Lebensstil dahinter verbirgt, der für Europa und wenige westasiatische Gebiete aufgrund ihrer ökologischen Bedingungen und dem Fortbestehen mancher Jäger-und-Sammler-Gesellschaften spezifisch war. (de)
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  • 978-3-89646-312-8
  • 978-3-9804824-4-8
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  • Aktuelle Forschungen zum Mesolithikum (de)
  • Zeit-Räume. Gedenkschrift für Wolfgang Taute (de)
  • Mesolithische Bestattungen in Europa, ein Beitrag zur vergleichenden Gräberkunde (de)
  • Göttinger Typentafeln zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas: Mesolithikum (de)
  • Die mittlere Steinzeit im westlichen Deutschland und in den Nachbargebieten (de)
  • Contributions to the Mesolithic in Europe: Papers Presented at the Fourth International Symposium, Leuven 1990 (de)
  • The Mesolithic in Europe. Papers Presented at the Third International Symposium, Edinburgh, 1985 (de)
  • Aktuelle Forschungen zum Mesolithikum (de)
  • Zeit-Räume. Gedenkschrift für Wolfgang Taute (de)
  • Mesolithische Bestattungen in Europa, ein Beitrag zur vergleichenden Gräberkunde (de)
  • Göttinger Typentafeln zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas: Mesolithikum (de)
  • Die mittlere Steinzeit im westlichen Deutschland und in den Nachbargebieten (de)
  • Contributions to the Mesolithic in Europe: Papers Presented at the Fourth International Symposium, Leuven 1990 (de)
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  • Birgit Gehlen; Martin Heinen & Andreas Tillmann
  • Judith M. Grünberg
  • P. M. Vermeersch, P. Van Peer
  • S. K. Arora
  • Thomas Lange
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  • Bd. 17
  • Bd. 14
  • Bd. 40
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  • Arbeitsgruppe Typentafeln
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  • Edinburgh
  • Göttingen
  • Tübingen
  • Köln/Bonn
  • Leuven
  • Rahden
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  • Ansetzungsform GND: „Mesolithikum“.
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  • Archäologische Berichte
  • Current Mesolithic Research
  • Internationale Archäologie
  • Rheinische Ausgrabungen
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  • VML Verlag Marie Leidorf
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  • 1–68
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  • Eine Mittelsteinzeit (wissenschaftlich Mesolithikum nach altgr. μέσος mésos „Mitte“ und λίθος líthos „Stein“) ist nur für das nacheiszeitliche Europa definiert. Auslöser waren die durch die Wiederbewaldung Mitteleuropas zu Beginn des Holozän etwa 9600 v. Chr. gesetzten neuen Lebensbedingungen. An die Stelle des verschwindenden Großwildes der Kältesteppen mussten die Menschen lernen, Standwild in den Wäldern zu jagen und die Fischerei zu verstärken.Die Mittelsteinzeit wurde beendet durch die Ausbreitung der erzeugenden Wirtschaftsweise (Ackerbau und Tierzucht) der Jungsteinzeit (des Neolithikums). (de)
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