Lasse (maskulinum) ist die frühmittelalterliche historische Bezeichnung für einen minderfreien/halbfreien zinshörigen Bauern, der an seinem Gut eine Erbberechtigung besaß und abhängig vom übergeordneten Adel war. Weitere Namensvarianten sind: Late, laz (althochdeutsch), læt (altenglisch), let (altfriesisch), Lazze (mittelhochdeutsch), Lat, late und laet (mittelniederländisch), sowie lat, lâte (mittelniederdeutsch).

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  • Lasse (maskulinum) ist die frühmittelalterliche historische Bezeichnung für einen minderfreien/halbfreien zinshörigen Bauern, der an seinem Gut eine Erbberechtigung besaß und abhängig vom übergeordneten Adel war. Weitere Namensvarianten sind: Late, laz (althochdeutsch), læt (altenglisch), let (altfriesisch), Lazze (mittelhochdeutsch), Lat, late und laet (mittelniederländisch), sowie lat, lâte (mittelniederdeutsch). Darüber hinaus finden sich in den germanischen Volksstämmen und vor allem im nordwestlichen Deutschland sowohl die Bezeichnungen Litus oder Latus (mittellatein) bzw. Letus (frankolatein) für einen an die „Scholle“ gebundenen Minderfreien verschiedener Abstufungen, als auch die Bezeichnung Lito. Der Stand der Lassen ist eine Weiterentwicklung des Kolonatsrecht, welches sich im Verlauf der Spätantike im Imperium Romanum entwickelt hatte und später in den nachrömischen Königreichen der Goten, Vandalen, Burgunder und Franken zum Teil übernommen worden war. (de)
  • Lasse (maskulinum) ist die frühmittelalterliche historische Bezeichnung für einen minderfreien/halbfreien zinshörigen Bauern, der an seinem Gut eine Erbberechtigung besaß und abhängig vom übergeordneten Adel war. Weitere Namensvarianten sind: Late, laz (althochdeutsch), læt (altenglisch), let (altfriesisch), Lazze (mittelhochdeutsch), Lat, late und laet (mittelniederländisch), sowie lat, lâte (mittelniederdeutsch). Darüber hinaus finden sich in den germanischen Volksstämmen und vor allem im nordwestlichen Deutschland sowohl die Bezeichnungen Litus oder Latus (mittellatein) bzw. Letus (frankolatein) für einen an die „Scholle“ gebundenen Minderfreien verschiedener Abstufungen, als auch die Bezeichnung Lito. Der Stand der Lassen ist eine Weiterentwicklung des Kolonatsrecht, welches sich im Verlauf der Spätantike im Imperium Romanum entwickelt hatte und später in den nachrömischen Königreichen der Goten, Vandalen, Burgunder und Franken zum Teil übernommen worden war. (de)
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  • Lasse (maskulinum) ist die frühmittelalterliche historische Bezeichnung für einen minderfreien/halbfreien zinshörigen Bauern, der an seinem Gut eine Erbberechtigung besaß und abhängig vom übergeordneten Adel war. Weitere Namensvarianten sind: Late, laz (althochdeutsch), læt (altenglisch), let (altfriesisch), Lazze (mittelhochdeutsch), Lat, late und laet (mittelniederländisch), sowie lat, lâte (mittelniederdeutsch). (de)
  • Lasse (maskulinum) ist die frühmittelalterliche historische Bezeichnung für einen minderfreien/halbfreien zinshörigen Bauern, der an seinem Gut eine Erbberechtigung besaß und abhängig vom übergeordneten Adel war. Weitere Namensvarianten sind: Late, laz (althochdeutsch), læt (altenglisch), let (altfriesisch), Lazze (mittelhochdeutsch), Lat, late und laet (mittelniederländisch), sowie lat, lâte (mittelniederdeutsch). (de)
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  • Lasse (Stand) (de)
  • Lasse (Stand) (de)
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