Der VEB Kombinat Mikroelektronik Erfurt (KME) war ein Kombinat Volkseigener Betriebe in der DDR, das 1978 nach Auflösung der VVB Bauelemente und Vakuumtechnik (BuV) gegründet wurde. Stammbetrieb des Kombinats war das Funkwerk Erfurt (FWE), das 1983 in VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ (MME) umbenannt wurde. Die Gründung des Kombinats war ein Resultat des am 23./24. Juni 1977 vom ZK der SED gefassten Beschlusses „Zur weiteren Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Elektronik“.

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  • Der VEB Kombinat Mikroelektronik Erfurt (KME) war ein Kombinat Volkseigener Betriebe in der DDR, das 1978 nach Auflösung der VVB Bauelemente und Vakuumtechnik (BuV) gegründet wurde. Stammbetrieb des Kombinats war das Funkwerk Erfurt (FWE), das 1983 in VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ (MME) umbenannt wurde. Die Gründung des Kombinats war ein Resultat des am 23./24. Juni 1977 vom ZK der SED gefassten Beschlusses „Zur weiteren Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Elektronik“. Das Kombinat Mikroelektronik Erfurt bildete zusammen mit dem VEB Kombinat Robotron Dresden und dem Kombinat VEB Carl Zeiss Jena die industrielle Basis des Hochtechnologieprogramms der DDR im Bereich Elektronik. Der erste Generaldirektor Heinz Wedler leitete das Kombinat bis zu dessen Auflösung nach der Wende in der DDR. Das Stammwerk des Kombinates wurde 1990 zur ERMIC GmbH, der Rest des Kombinates wurde in eine Treuhand-Holding (PTC-electronic-AG) überführt. Diese sollte die Privatisierung bzw. Abwicklung der einzelnen Kombinatsbetriebe realisieren. Einige erfolgreiche Unternehmensausgründungen aus dieser Zeit existieren noch heute. So wurde 1992 die Thesys Gesellschaft für Mikroelektronik mbH mit ca. 500 Mitarbeitern gegründet, welche sich hauptsächlich auf die Produktion von ASICs konzentrierte. Im selben Jahr wurde auch die X-FAB Gesellschaft zur Fertigung von Wafern mbH als ein Teil der Firma Melexis N.V. gegründet, die sich mit ca. 150 Mitarbeitern auf die Produktion von diversen CMOS-basierten integrierten Schaltungen spezialisierte. 1999 wurde Thesys durch die belgische Holding-Gesellschaft ELEX N.V., zu der auch die Melexis-Gruppe und damit auch die X-FAB gehört, übernommen und unter neuem Namen X-FAB Semiconductor Foundries GmbH zusammengeführt. (de)
  • Der VEB Kombinat Mikroelektronik Erfurt (KME) war ein Kombinat Volkseigener Betriebe in der DDR, das 1978 nach Auflösung der VVB Bauelemente und Vakuumtechnik (BuV) gegründet wurde. Stammbetrieb des Kombinats war das Funkwerk Erfurt (FWE), das 1983 in VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ (MME) umbenannt wurde. Die Gründung des Kombinats war ein Resultat des am 23./24. Juni 1977 vom ZK der SED gefassten Beschlusses „Zur weiteren Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Elektronik“. Das Kombinat Mikroelektronik Erfurt bildete zusammen mit dem VEB Kombinat Robotron Dresden und dem Kombinat VEB Carl Zeiss Jena die industrielle Basis des Hochtechnologieprogramms der DDR im Bereich Elektronik. Der erste Generaldirektor Heinz Wedler leitete das Kombinat bis zu dessen Auflösung nach der Wende in der DDR. Das Stammwerk des Kombinates wurde 1990 zur ERMIC GmbH, der Rest des Kombinates wurde in eine Treuhand-Holding (PTC-electronic-AG) überführt. Diese sollte die Privatisierung bzw. Abwicklung der einzelnen Kombinatsbetriebe realisieren. Einige erfolgreiche Unternehmensausgründungen aus dieser Zeit existieren noch heute. So wurde 1992 die Thesys Gesellschaft für Mikroelektronik mbH mit ca. 500 Mitarbeitern gegründet, welche sich hauptsächlich auf die Produktion von ASICs konzentrierte. Im selben Jahr wurde auch die X-FAB Gesellschaft zur Fertigung von Wafern mbH als ein Teil der Firma Melexis N.V. gegründet, die sich mit ca. 150 Mitarbeitern auf die Produktion von diversen CMOS-basierten integrierten Schaltungen spezialisierte. 1999 wurde Thesys durch die belgische Holding-Gesellschaft ELEX N.V., zu der auch die Melexis-Gruppe und damit auch die X-FAB gehört, übernommen und unter neuem Namen X-FAB Semiconductor Foundries GmbH zusammengeführt. (de)
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