Habsburgermonarchie

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Unter dem inoffiziellen Begriff Habsburgermonarchie (auch Habsburger bzw. Habsburgische oder österreichische Monarchie, Donaumonarchie sowie Habsburgisches oder Habsburgerreich) fasst die Geschichtswissenschaft die europäischen Herrschaftsgebiete zusammen, die das Haus Habsburg (seit 1736 Habsburg-Lothringen) vom ausgehenden Mittelalter bis 1918 direkt regierte. Es bestand im Kern aus den habsburgischen Erblanden sowie aus den Ländern der böhmischen und der ungarischen Krone.
Habsburgermonarchie 
Unter dem inoffiziellen Begriff Habsburgermonarchie (auch Habsburger bzw. Habsburgische oder österreichische Monarchie, Donaumonarchie sowie Habsburgisches oder Habsburgerreich) fasst die Geschichtswissenschaft die europäischen Herrschaftsgebiete zusammen, die das Haus Habsburg (seit 1736 Habsburg-Lothringen) vom ausgehenden Mittelalter bis 1918 direkt regierte. Es bestand im Kern aus den habsburgischen Erblanden sowie aus den Ländern der böhmischen und der ungarischen Krone. Für die Zeit Karls V. im frühen 16. Jahrhundert – vor der Trennung in eine österreichische und eine spanische Linie der Habsburger – schließt die Bezeichnung Habsburgerreich auch die Länder der spanischen Krone ein. Nicht dazu zählen die reichsunmittelbaren Territorien des Heiligen Römischen Reichs, über welche die Habsburger in ihrer Funktion als Kaiser nur eine indirekte Oberherrschaft ausübten.Das habsburgische Länderkonglomerat im östlichen Mitteleuropa war im Wesentlichen durch geschickte Heiratspolitik entstanden und wurde seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert durch Eroberungen auf Kosten des Osmanischen Reichs wesentlich erweitert. Seit Karls V. Bruder Ferdinand I. wurde es von der österreichischen und seit Ferdinand II. von der innerösterreichischen Linie der Dynastie regiert. Diese trägt seit der Heirat Maria Theresias, der Tochter ihres letzten männlichen Thronerben, mit Franz Stephan von Lothringen den Namen Habsburg-Lothringen.Der römisch-deutsche Kaiser Franz II. schuf 1804 als Reaktion auf die bevorstehende Krönung von Napoleon I. zum französischen Kaiser und den absehbaren Zerfall des Heiligen Römischen Reiches eigenmächtig die österreichische Kaiserwürde. Das daraus entstandene Kaisertum Österreich regierte er fortan als Franz I., während er das Reich 1806 als aufgelöst erklärte. Aus dem Kaisertum Österreich entstand nach dem so genannten Ausgleich von 1867 in Form einer Doppelmonarchie die österreichisch-ungarische Monarchie, die am 2. Juni 1868 in einem Staatsvertrag mit Schweden und Norwegen erstmals offiziell so bezeichnet wurde. Österreich und das nunmehr gleichberechtigte Königreich Ungarn wurden beide in Realunion weiter von Franz Joseph I., nunmehr als Kaiser und König, regiert, regelten aber verpflichtend nur noch Außenpolitik und Militärangelegenheiten sowie freiwillig Teile der Wirtschaftspolitik (Währung, Zölle) gemeinsam.Die Realunion endete nach der Niederlage der Habsburgermonarchie als einer der verbündeten Mittelmächte im Ersten Weltkrieg unter Franz Josephs Nachfolger Karl I. am 31. Oktober 1918. Bereits zuvor hatten die meisten nichtdeutschen und nichtmagyarischen Völker Cisleithaniens und Transleithaniens die absehbare Niederlage der Habsburger k.u.k. Armee dazu genutzt, ihre politische Eigenständigkeit durch Gründung neuer Staaten durchzusetzen. In Deutschösterreich wurde am 12. November 1918, einen Tag nach dem Regierungsverzicht Kaiser Karls I., die Gründung der Ersten Republik (bis 1933) ausgerufen.Damit fand die über 630-jährige Herrschaft des Hauses Habsburg ihr Ende. Karl unternahm 1921 zwei vergebliche Versuche, die Herrschaft im nominell weiterbestehenden Königreich Ungarn zurückzuerlangen. Auf Drängen der Siegermächte im Verbund mit der Kleinen Entente verabschiedete das ungarische Parlament daraufhin im November 1921 das Dethronisationsgesetz, das ihm und dem Haus Habsburg-Lothringen die Krone endgültig entzog. 
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Österreich-Ungarn oder das Scheitern einer Utopie 
Serie Kakanische Ansichten, Teil 1 
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