Friedrich Weißensee (* um 1560 in Schwerstedt, Thüringen; † 1622 in Altenweddingen bei Magdeburg) war ein deutscher Komponist und protestantischer Pfarrer zur Zeit der Spätrenaissance. Ab 1590 war Friedrich Weißensee Rektor einer Lateinschule in Gebesee bei Erfurt. 1596 wurde er in Nachfolge des in den Ruhestand gehenden Leonhart Schröter Kantor an der Altstädtischen Schule in Magdeburg. Zu den Schülern Weißensees gehörte Daniel Friderici. 1602 wurde Weißensee Pfarrer in Altenweddingen. Neben seinen Zeitgenossen Christoph Demantius, Michael Praetorius und Melchior Vulpius zählte Weißensee zu den führenden Komponisten protestantischer Kirchenmusik seiner Zeit.

Property Value
dbo:abstract
  • Friedrich Weißensee (* um 1560 in Schwerstedt, Thüringen; † 1622 in Altenweddingen bei Magdeburg) war ein deutscher Komponist und protestantischer Pfarrer zur Zeit der Spätrenaissance. Ab 1590 war Friedrich Weißensee Rektor einer Lateinschule in Gebesee bei Erfurt. 1596 wurde er in Nachfolge des in den Ruhestand gehenden Leonhart Schröter Kantor an der Altstädtischen Schule in Magdeburg. Zu den Schülern Weißensees gehörte Daniel Friderici. 1602 wurde Weißensee Pfarrer in Altenweddingen. Neben seinen Zeitgenossen Christoph Demantius, Michael Praetorius und Melchior Vulpius zählte Weißensee zu den führenden Komponisten protestantischer Kirchenmusik seiner Zeit. Seine wichtigste Veröffentlichung ist das 1602 gedruckte „Opus melicum“, bestehend aus 72 deutschen und lateinischen, vier bis zwölfstimmigen Motetten. Diese Werke weisen ihn als einen der besten deutschen Vertreter des venezianischen Chorstils aus, den Adrian Willaert und Andrea Gabrieli pflegten. Die zuvor veröffentlichten Sammlungen von 1595 und 1599 sind ebenfalls wichtige Beiträge der frühen deutschen Motettenliteratur. Hervorzuheben sind die beiden achtstimmigen Motetten (1603 und 1612), die in der Sammlung „Florilegium Portense“ von Erhard Bodenschatz enthalten sind, sie gehören zu den beeindruckendsten Arbeiten in diesem Band. (de)
  • Friedrich Weißensee (* um 1560 in Schwerstedt, Thüringen; † 1622 in Altenweddingen bei Magdeburg) war ein deutscher Komponist und protestantischer Pfarrer zur Zeit der Spätrenaissance. Ab 1590 war Friedrich Weißensee Rektor einer Lateinschule in Gebesee bei Erfurt. 1596 wurde er in Nachfolge des in den Ruhestand gehenden Leonhart Schröter Kantor an der Altstädtischen Schule in Magdeburg. Zu den Schülern Weißensees gehörte Daniel Friderici. 1602 wurde Weißensee Pfarrer in Altenweddingen. Neben seinen Zeitgenossen Christoph Demantius, Michael Praetorius und Melchior Vulpius zählte Weißensee zu den führenden Komponisten protestantischer Kirchenmusik seiner Zeit. Seine wichtigste Veröffentlichung ist das 1602 gedruckte „Opus melicum“, bestehend aus 72 deutschen und lateinischen, vier bis zwölfstimmigen Motetten. Diese Werke weisen ihn als einen der besten deutschen Vertreter des venezianischen Chorstils aus, den Adrian Willaert und Andrea Gabrieli pflegten. Die zuvor veröffentlichten Sammlungen von 1595 und 1599 sind ebenfalls wichtige Beiträge der frühen deutschen Motettenliteratur. Hervorzuheben sind die beiden achtstimmigen Motetten (1603 und 1612), die in der Sammlung „Florilegium Portense“ von Erhard Bodenschatz enthalten sind, sie gehören zu den beeindruckendsten Arbeiten in diesem Band. (de)
dbo:birthDate
  • 1560-01-01 (xsd:date)
dbo:birthPlace
dbo:deathDate
  • 1622-01-01 (xsd:date)
dbo:deathPlace
dbo:individualisedGnd
  • 115782516
dbo:individualisedPnd
  • 985058773
dbo:viafId
  • 13043655
dbo:wikiPageExternalLink
dbo:wikiPageID
  • 5136989 (xsd:integer)
dbo:wikiPageRevisionID
  • 154962008 (xsd:integer)
prop-de:geburtsdatum
  • um 1560
prop-de:ia
  • biographieunive18ftgoog
  • musikalischescon11mend
prop-de:kurzbeschreibung
  • deutscher Komponist und protestantischer Pfarrer zur Zeit der Spätrenaissance
prop-de:sterbedatum
  • 1622 (xsd:integer)
prop-de:sz
  • 317 (xsd:integer)
  • n452
prop-de:typ
  • p
dc:description
  • deutscher Komponist und protestantischer Pfarrer zur Zeit der Spätrenaissance
dct:subject
rdf:type
rdfs:comment
  • Friedrich Weißensee (* um 1560 in Schwerstedt, Thüringen; † 1622 in Altenweddingen bei Magdeburg) war ein deutscher Komponist und protestantischer Pfarrer zur Zeit der Spätrenaissance. Ab 1590 war Friedrich Weißensee Rektor einer Lateinschule in Gebesee bei Erfurt. 1596 wurde er in Nachfolge des in den Ruhestand gehenden Leonhart Schröter Kantor an der Altstädtischen Schule in Magdeburg. Zu den Schülern Weißensees gehörte Daniel Friderici. 1602 wurde Weißensee Pfarrer in Altenweddingen. Neben seinen Zeitgenossen Christoph Demantius, Michael Praetorius und Melchior Vulpius zählte Weißensee zu den führenden Komponisten protestantischer Kirchenmusik seiner Zeit. (de)
  • Friedrich Weißensee (* um 1560 in Schwerstedt, Thüringen; † 1622 in Altenweddingen bei Magdeburg) war ein deutscher Komponist und protestantischer Pfarrer zur Zeit der Spätrenaissance. Ab 1590 war Friedrich Weißensee Rektor einer Lateinschule in Gebesee bei Erfurt. 1596 wurde er in Nachfolge des in den Ruhestand gehenden Leonhart Schröter Kantor an der Altstädtischen Schule in Magdeburg. Zu den Schülern Weißensees gehörte Daniel Friderici. 1602 wurde Weißensee Pfarrer in Altenweddingen. Neben seinen Zeitgenossen Christoph Demantius, Michael Praetorius und Melchior Vulpius zählte Weißensee zu den führenden Komponisten protestantischer Kirchenmusik seiner Zeit. (de)
rdfs:label
  • Friedrich Weißensee (de)
  • Friedrich Weißensee (de)
owl:sameAs
prov:wasDerivedFrom
foaf:givenName
  • Friedrich
foaf:isPrimaryTopicOf
foaf:name
  • Weißensee, Friedrich (de)
  • Friedrich Weißensee
foaf:nick
  • Weissensee, Friedrich (de)
  • Weissensee, Friedrich (de)
foaf:surname
  • Weißensee
is dbo:wikiPageDisambiguates of
is foaf:primaryTopic of