Der musikalische Expressionismus entstand um 1906. Im Unterschied zum musikalischen Impressionismus, der die Wahrnehmung äußerer Erscheinungen der Dinge abbildet, formulieren die expressionistischen Kunstrichtungen Seelenregungen des Menschen.

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  • Der musikalische Expressionismus entstand um 1906. Im Unterschied zum musikalischen Impressionismus, der die Wahrnehmung äußerer Erscheinungen der Dinge abbildet, formulieren die expressionistischen Kunstrichtungen Seelenregungen des Menschen. (de)
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  • Der Begriff Expressionismus war, als er in der Musikliteratur auftauchte, längst zu einem verbreiteten, viel mißbrauchten Schlagwort geworden, das im nun auch die Musik betreffenden Kunstkampf eine gewisse Rolle spielte. Dieser füllte nach dem Ende des Krieges Broschüren, Musikzeitungen, insbesondere Melos und die Kunst- und Kulturzeitschriften, während in den Bereichen der Literatur und der Bildenden Kunst bereits laut das Ende des Expressionismus verkündet wurde. Die Diskussion litt also von allem Anfang an an ihrer Verspätung und vor allem darunter, daß um 1920 nur wenige einschlägige musikalische Werke im Druck vorlagen und kaum angemessene Aufführungen stattfanden, die Werke also praktisch unbekannt waren.
  • Das expressionistische Ausdrucksideal ist insgesamt eines der Unmittelbarkeit des Ausdrucks. Das bedeutet ein Doppeltes. Einmal sucht die expressionistische Musik alle Konventionselemente der traditionellen zu eliminieren, alles formelhaft Erstarrte, ja alle den einmaligen Fall und seine Art übergreifende Allgemeinheit der musikalischen Sprache – analog dem dichterischen Ideal des ‚Schreis‘. Zum andern betrifft die expressionistische Wendung den Gehalt der Musik. Als dieser wird die scheinlose, unverstellte, unverklärte Wahrheit der subjektiven Regung aufgesucht. Die expressionistische Musik will, nach einem glücklichen Ausdruck von Alfred Einstein, Psychogramme geben, protokollarische, unstilisierte Aufzeichnungen vom Seelischen. Sie zeigt sich darin der Psychoanalyse nahe.
  • Alle Werke, die seit dem Verschwinden der Tonalität bis zur Aufstellung des neuen Zwölftongesetzes geschaffen wurden, waren kurz, auffallend kurz. – Was damals Längeres geschrieben wurde, hängt mit einem tragenden Text zusammen […] – Mit der Aufgabe der Tonalität war das wichtigste Mittel zum Aufbau längerer Stücke verloren gegangen. Denn zur Herbeiführung formaler Geschlossenheit war die Tonalität höchst wichtig. Als ob das Licht erloschen wäre! – so schien es.
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  • Der musikalische Expressionismus entstand um 1906. Im Unterschied zum musikalischen Impressionismus, der die Wahrnehmung äußerer Erscheinungen der Dinge abbildet, formulieren die expressionistischen Kunstrichtungen Seelenregungen des Menschen. (de)
  • Der musikalische Expressionismus entstand um 1906. Im Unterschied zum musikalischen Impressionismus, der die Wahrnehmung äußerer Erscheinungen der Dinge abbildet, formulieren die expressionistischen Kunstrichtungen Seelenregungen des Menschen. (de)
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  • Expressionismus (Musik) (de)
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