Als mittelalterliche Deutsche Ostsiedlung bezeichnet man seit dem 19. Jahrhundert die mit der Einwanderung deutschsprachiger Siedler einhergehende Veränderung der Siedlungs- und Rechtsstrukturen in den um das Jahr 1000 n. Chr. überwiegend slawisch und teilweise baltisch bewohnten Gebieten östlich von Saale und Elbe sowie in der Steiermark und in Kärnten.
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- Als mittelalterliche Deutsche Ostsiedlung bezeichnet man seit dem 19. Jahrhundert die mit der Einwanderung deutschsprachiger Siedler einhergehende Veränderung der Siedlungs- und Rechtsstrukturen in den um das Jahr 1000 n. Chr. überwiegend slawisch und teilweise baltisch bewohnten Gebieten östlich von Saale und Elbe sowie in der Steiermark und in Kärnten. In dem sich von Ostholstein und Franken bis nach Estland und Slowenien erstreckenden Gebiet wurden Städte und Kolonistendörfer nach deutschem Recht angelegt, bestehende Dörfer und frühstädtische Siedlungen erweitert und umstrukturiert. In den reichsnahen ehemaligen Marken und dem südlichen Ostseeraum wurde die westslawische Vorbevölkerung bis auf wenige Enklaven assimiliert. Die Siedlungsbewegung nahm ihren Anfang im 9. Jahrhundert und erlebte ihren Höhepunkt an der Wende zum 14. Jahrhundert. Allerdings wurden unter den Ottonen und Saliern, anders als unter den Karolingern, noch keine Siedler herbeigeführt, sondern nur Burgen und Missionskirchen errichtet. Mitte des 14. Jahrhunderts brach die Siedlungsbewegung u. a. in Folge der großen Pestepidemien jener Zeit ab. Die deutsche Ostsiedlung war kein „Sonderfall" der Geschichte, sondern ein fester Bestandteil eines nur gesamteuropäisch zu begreifenden Intensivierungsprozesses.
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- Als mittelalterliche Deutsche Ostsiedlung bezeichnet man seit dem 19. Jahrhundert die mit der Einwanderung deutschsprachiger Siedler einhergehende Veränderung der Siedlungs- und Rechtsstrukturen in den um das Jahr 1000 n. Chr. überwiegend slawisch und teilweise baltisch bewohnten Gebieten östlich von Saale und Elbe sowie in der Steiermark und in Kärnten.
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