Chlorkautschuk ist eine nicht ganz exakte Bezeichnung, weil es sich bei dieser Art von Polymeren um thermoplastische Materialien und nicht, wie der Name vermuten ließe, um Elastomere handelt. Genauer ist der englische Ausdruck Chlorinated Rubber (CAS 9006-03-5), der – wenn auch mehrdeutig – gleich das Herstellungsverfahren im Namen "beinhaltet": in chlorierten Kohlenwasserstoffen als Lösungsmittel werden vornehmlich C-C-doppelbindungshaltige Polymere wie Natur- oder Synthesekautschuke, z. B. Polybutadien, Polyisopren mit Chlor zur Reaktion gebracht. Dabei werden sowohl Chloratome an die Doppelbindungen addiert als auch Wasserstoffatome unter Chlorwasserstoff-Abspaltung substituiert.

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  • Chlorkautschuk ist eine nicht ganz exakte Bezeichnung, weil es sich bei dieser Art von Polymeren um thermoplastische Materialien und nicht, wie der Name vermuten ließe, um Elastomere handelt. Genauer ist der englische Ausdruck Chlorinated Rubber (CAS 9006-03-5), der – wenn auch mehrdeutig – gleich das Herstellungsverfahren im Namen "beinhaltet": in chlorierten Kohlenwasserstoffen als Lösungsmittel werden vornehmlich C-C-doppelbindungshaltige Polymere wie Natur- oder Synthesekautschuke, z. B. Polybutadien, Polyisopren mit Chlor zur Reaktion gebracht. Dabei werden sowohl Chloratome an die Doppelbindungen addiert als auch Wasserstoffatome unter Chlorwasserstoff-Abspaltung substituiert. Der Chlorgehalt kann nach Reaktion ca. 65 Gewichts-% vom Polymer ausmachen. Die mittlere molare Masse liegt im Bereich zwischen 50.000 und 350.000 g/mol. Durch die Chlorierung verlieren die Kautschuke ihren Elastomercharakter und werden zu thermoplastischen Kunststoffen. Hierbei geschehen auf molekularer Ebene gravierende Änderungen. Bei der Chlorierung von Polyisopren entstehen durch Kettenbruch und Rekombination in Abständen von etwa 2 Monomereinheiten 6-Ringstrukturen entlang der Polymerkette. Die Mehrzahl der sekundären und tertiären Kohlenstoffatome ist dabei mit jeweils einem Chloratom verbunden. Das Lösungsmittel aus dem Herstellverfahren wird anschließend vom Chlorkautschuk abgetrennt und zurückgewonnen. Die Handelsform ist ein feinteiliges, weißes bis gelbliches Pulver. Die Dichte liegt im Bereich von 1,5 g/cm3. Die Entfernung der eingesetzten chlorierten Lösungsmittel muss sehr gründlich geschehen, da signifikante Restmengen von z. B. Tetrachlormethan sich für eine Vermarktung aufgrund der Giftigkeit verbieten. (de)
  • Chlorkautschuk ist eine nicht ganz exakte Bezeichnung, weil es sich bei dieser Art von Polymeren um thermoplastische Materialien und nicht, wie der Name vermuten ließe, um Elastomere handelt. Genauer ist der englische Ausdruck Chlorinated Rubber (CAS 9006-03-5), der – wenn auch mehrdeutig – gleich das Herstellungsverfahren im Namen "beinhaltet": in chlorierten Kohlenwasserstoffen als Lösungsmittel werden vornehmlich C-C-doppelbindungshaltige Polymere wie Natur- oder Synthesekautschuke, z. B. Polybutadien, Polyisopren mit Chlor zur Reaktion gebracht. Dabei werden sowohl Chloratome an die Doppelbindungen addiert als auch Wasserstoffatome unter Chlorwasserstoff-Abspaltung substituiert. Der Chlorgehalt kann nach Reaktion ca. 65 Gewichts-% vom Polymer ausmachen. Die mittlere molare Masse liegt im Bereich zwischen 50.000 und 350.000 g/mol. Durch die Chlorierung verlieren die Kautschuke ihren Elastomercharakter und werden zu thermoplastischen Kunststoffen. Hierbei geschehen auf molekularer Ebene gravierende Änderungen. Bei der Chlorierung von Polyisopren entstehen durch Kettenbruch und Rekombination in Abständen von etwa 2 Monomereinheiten 6-Ringstrukturen entlang der Polymerkette. Die Mehrzahl der sekundären und tertiären Kohlenstoffatome ist dabei mit jeweils einem Chloratom verbunden. Das Lösungsmittel aus dem Herstellverfahren wird anschließend vom Chlorkautschuk abgetrennt und zurückgewonnen. Die Handelsform ist ein feinteiliges, weißes bis gelbliches Pulver. Die Dichte liegt im Bereich von 1,5 g/cm3. Die Entfernung der eingesetzten chlorierten Lösungsmittel muss sehr gründlich geschehen, da signifikante Restmengen von z. B. Tetrachlormethan sich für eine Vermarktung aufgrund der Giftigkeit verbieten. (de)
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  • Chlorkautschuk ist eine nicht ganz exakte Bezeichnung, weil es sich bei dieser Art von Polymeren um thermoplastische Materialien und nicht, wie der Name vermuten ließe, um Elastomere handelt. Genauer ist der englische Ausdruck Chlorinated Rubber (CAS 9006-03-5), der – wenn auch mehrdeutig – gleich das Herstellungsverfahren im Namen "beinhaltet": in chlorierten Kohlenwasserstoffen als Lösungsmittel werden vornehmlich C-C-doppelbindungshaltige Polymere wie Natur- oder Synthesekautschuke, z. B. Polybutadien, Polyisopren mit Chlor zur Reaktion gebracht. Dabei werden sowohl Chloratome an die Doppelbindungen addiert als auch Wasserstoffatome unter Chlorwasserstoff-Abspaltung substituiert. (de)
  • Chlorkautschuk ist eine nicht ganz exakte Bezeichnung, weil es sich bei dieser Art von Polymeren um thermoplastische Materialien und nicht, wie der Name vermuten ließe, um Elastomere handelt. Genauer ist der englische Ausdruck Chlorinated Rubber (CAS 9006-03-5), der – wenn auch mehrdeutig – gleich das Herstellungsverfahren im Namen "beinhaltet": in chlorierten Kohlenwasserstoffen als Lösungsmittel werden vornehmlich C-C-doppelbindungshaltige Polymere wie Natur- oder Synthesekautschuke, z. B. Polybutadien, Polyisopren mit Chlor zur Reaktion gebracht. Dabei werden sowohl Chloratome an die Doppelbindungen addiert als auch Wasserstoffatome unter Chlorwasserstoff-Abspaltung substituiert. (de)
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  • Chlorkautschuk (de)
  • Chlorkautschuk (de)
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