Das Cap Gris-Nez (gris-nez, niederl. Swartenesse, dt. „Graue Nase“) ist eine Landspitze an Frankreichs Kanalküste, der Côte d’Opale, in der Region Nord-Pas-de-Calais in Nordfrankreich. Es befindet sich zwischen Calais und Boulogne-sur-Mer. Die Bezeichnung „grau“ entstand, weil der offenliegende Fels grau ist, im Gegensatz zu dem in Sichtweite nördlich liegenden Cap Blanc-Nez, bei dem leuchtend weißes Kreide-Gestein zu Tage tritt. Auf dem Gipfel des Cap Gris-Nez steht ein Leuchtturm.
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- Das Cap Gris-Nez (gris-nez, niederl. Swartenesse, dt. „Graue Nase“) ist eine Landspitze an Frankreichs Kanalküste, der Côte d’Opale, in der Region Nord-Pas-de-Calais in Nordfrankreich. Es befindet sich zwischen Calais und Boulogne-sur-Mer. Die Bezeichnung „grau“ entstand, weil der offenliegende Fels grau ist, im Gegensatz zu dem in Sichtweite nördlich liegenden Cap Blanc-Nez, bei dem leuchtend weißes Kreide-Gestein zu Tage tritt. Auf dem Gipfel des Cap Gris-Nez steht ein Leuchtturm. Dieser ist Teil der französischen Kanalüberwachung. Von hier aus wird der gesamte Schiffsverkehr auf dem Ärmelkanal von der französischen Seite aus überwacht. Die Sichtachse vom Cap Gris-Nez zum Shakespeare Cliff bei Dover bildet die Stelle, an der sich die Britischen Inseln (England) und Kontinentaleuropa (Frankreich) mit nur 33 km Entfernung am nächsten sind; dieser engste Abschnitt des Kanals hat eine eigene Bezeichnung, die Straße von Dover. Vom Cap Gris-Nez kann man bei klarem Wetter bis nach England sehen, schaut man nach Süden an der Küste entlang, erkennt man den Hafen von Boulogne-sur-Mer. Dieser Küstenabschnitt wurde während des Zweiten Weltkrieges im weiteren Verlauf der Operation Overlord durch Kanadische Truppen befreit. Noch heute weist das Gebiet um das Cap Gris-Nez sichtbare Spuren der schweren Bombenangriffe gegen diesen Teil des „Atlantikwalls“ von 1944 auf. Der deutsche Schriftsteller und spätere Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll war als Soldat im Zweiten Weltkrieg auch am Cap Gris-Nez stationiert.
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