Asklepiades von Bithynien (auch Asklepiades von Prusa; * um 124 v. Chr. in Prusa in Bithynien, Kleinasien; † 60 v. Chr. in Rom) war ein griechischer Arzt und Philosoph des späten Hellenismus, der in Rom wirkte. Eine seiner kontroversen Thesen war, die Natur sei nicht nur ohne Vernunft und Kunst, sondern geradezu schädlich. Asklepiades war nie nennenswert krank und starb durch einen Unfall. Sein Werk ist nur in wenigen Fragmenten erhalten.

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  • Asklepiades von Bithynien (auch Asklepiades von Prusa; * um 124 v. Chr. in Prusa in Bithynien, Kleinasien; † 60 v. Chr. in Rom) war ein griechischer Arzt und Philosoph des späten Hellenismus, der in Rom wirkte. Asklepiades studierte Rhetorik, Philosophie und Medizin. Etwa 91 v. Chr. kam er nach Rom, wo er nach erfolgloser Rhetorikerlaufbahn mit Erfolg als Arzt praktizierte. Er bevorzugte einfache Heilmittel wie Diät, Bewegung, Bäder, Schwitzen und Wasserkuren, mit denen er auch psychische Störungen (psychische Erkrankungen waren, abgesehen von der „Besessenheit“, im damaligen humoralpathologischen System noch unbekannt) behandelte. Somit wurde er zum Begründer der Wasserheilkunde (Balneotherapie). Die von Asklepiades weitergeführte Richtung der Solidarpathologie (Erasistratos) konnte die Säftelehre jedoch nicht verdrängen. Eine seiner kontroversen Thesen war, die Natur sei nicht nur ohne Vernunft und Kunst, sondern geradezu schädlich. Er war Erfinder der passiven Bewegung, die in Fahrten auf Wagen, Schiff und ähnlichem bestand. Asklepiades gründete die Methodische Schule der Medizin (Methodiker, altgr. Μεθοδικοί), die bis zum Ende des römischen Reiches florierte. Seine Lehren waren sehr modern, und er gilt daher als Pionier in Physiotherapie, Psychotherapie und Molekularmedizin, da für ihn, durch Demokrit beeinflusst, die Verteilung der Atome und deren Transport durch die Poren wesentlich für den Gesundheitszustand waren. Er unterschied zwischen akuten und chronischen Erkrankungen. Sein bedeutendster Schüler war Themison von Laodikeia. Asklepiades gilt auch als Erfinder der Tracheotomie, des Luftröhrenschnittes. Asklepiades war nie nennenswert krank und starb durch einen Unfall. Sein Werk ist nur in wenigen Fragmenten erhalten. (de)
  • Asklepiades von Bithynien (auch Asklepiades von Prusa; * um 124 v. Chr. in Prusa in Bithynien, Kleinasien; † 60 v. Chr. in Rom) war ein griechischer Arzt und Philosoph des späten Hellenismus, der in Rom wirkte. Asklepiades studierte Rhetorik, Philosophie und Medizin. Etwa 91 v. Chr. kam er nach Rom, wo er nach erfolgloser Rhetorikerlaufbahn mit Erfolg als Arzt praktizierte. Er bevorzugte einfache Heilmittel wie Diät, Bewegung, Bäder, Schwitzen und Wasserkuren, mit denen er auch psychische Störungen (psychische Erkrankungen waren, abgesehen von der „Besessenheit“, im damaligen humoralpathologischen System noch unbekannt) behandelte. Somit wurde er zum Begründer der Wasserheilkunde (Balneotherapie). Die von Asklepiades weitergeführte Richtung der Solidarpathologie (Erasistratos) konnte die Säftelehre jedoch nicht verdrängen. Eine seiner kontroversen Thesen war, die Natur sei nicht nur ohne Vernunft und Kunst, sondern geradezu schädlich. Er war Erfinder der passiven Bewegung, die in Fahrten auf Wagen, Schiff und ähnlichem bestand. Asklepiades gründete die Methodische Schule der Medizin (Methodiker, altgr. Μεθοδικοί), die bis zum Ende des römischen Reiches florierte. Seine Lehren waren sehr modern, und er gilt daher als Pionier in Physiotherapie, Psychotherapie und Molekularmedizin, da für ihn, durch Demokrit beeinflusst, die Verteilung der Atome und deren Transport durch die Poren wesentlich für den Gesundheitszustand waren. Er unterschied zwischen akuten und chronischen Erkrankungen. Sein bedeutendster Schüler war Themison von Laodikeia. Asklepiades gilt auch als Erfinder der Tracheotomie, des Luftröhrenschnittes. Asklepiades war nie nennenswert krank und starb durch einen Unfall. Sein Werk ist nur in wenigen Fragmenten erhalten. (de)
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  • Asklepiades von Bithynien (auch Asklepiades von Prusa; * um 124 v. Chr. in Prusa in Bithynien, Kleinasien; † 60 v. Chr. in Rom) war ein griechischer Arzt und Philosoph des späten Hellenismus, der in Rom wirkte. Eine seiner kontroversen Thesen war, die Natur sei nicht nur ohne Vernunft und Kunst, sondern geradezu schädlich. Asklepiades war nie nennenswert krank und starb durch einen Unfall. Sein Werk ist nur in wenigen Fragmenten erhalten. (de)
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